Tag-Archiv: 'Literatur'
4. September 2008 von KG
Letztens eine Nachricht über XING erhalten. Der Absender zeigte sich erfreut über meine dort hinterlegten Interessen, als da wären: Softwareentwicklung mit agilen Methoden, Java EE (JEE), J2EE, Java2EE, Java, Ruby, Linux, JSF, Spring, Hibernate, SCALA, JBoss Seam, Maven, Apache Software Foundation, Eclipse, Eclipse RCP, NetBeans, Rules Engines, Middleware, SOA, BPM, ITIL, TOGAF, Zachman, Lean Management, [...]
16. November 2007 von KG
So mag es vielen gehen, die nicht aus echtem Interesse ihren Beruf ausüben: Gemeinsam mit gleichgesinnten Kollegen ahnen sie, dass man dem Sterben zuarbeitet. Aber kein Leben lebt. Dagegen richtet sich der Instinkt, weswegen man sich weigert, die eigenen Arbeitsergebnisse zu optimieren, also weder auf das Firmenziel, den Profit hinzuzuarbeiten, noch auf das eigene: [...]
15. September 2007 von KG
Nur bis zur Pause geblieben: Meine Begleitung benötigte einen Eindruck von Poetry Slams, das Ergebnis der ~Ausscheidung~ war uns nicht wesentlich. Aufgrund meiner Kenntnis, der einigermaßen zahlreichen Besuche von Poetry Slams, hätte sich der erste Eindruck nicht entscheidend geändert, wären wir länger geblieben. Das kam mir in den Sinn: Frisch-Diktum von der Lyrik (TB [...]
6. September 2007 von KG
Ein Eintrag auf Englisch sollte das werden, jetzt nach reichlich viel gesprochenem Deutsch seh ich davon ab: Der Wechsel ist dem Fluss abträglich. Africadian – eine Wortschöpfung von G.E. Clarke (und hier), die "African", "Canadian" und "Acadian" verwebt und und jetzt, nach achtzehn Jahren, gar Einzug in den Oxford Thesaurus gefunden hat. Sie verrät [...]
6. September 2007 von KG
Der immer wieder gedachte Gedanke des bereits millionenfach Gedachten: Frisch erwähnt ihn anlässlich seines Parisbesuchs (TB I,S. ###). Wie reagiert Frisch? Er zieht sich zurück, auf seine persönliche Herkunft, aufs Intime, seine Sozial-DNA. Das funktioniert bei ihm, aber was macht jemand, der bemerkt, dass ihm dieser Rückzug verwehrt ist, weil seine Herkunft ebenso wie [...]
1. September 2007 von KG
Frisch-Diktum "Die Zeit verwandelt uns nicht. Sie entfaltet uns nur" [Gesammelte Werke, Bd. 2, Tagebuch 1946-1949, S. 361]. Am Wort klebend: Papier entfalten, in jedem Fall verändert, vergrößert sich etwas im Raum, doch das Blatt Papier bleibt das Blatt Papier. Aber ohne das Wissen um das Ganze, dass sich da entfaltet, ist es [...]
31. August 2007 von KG
Auf der Suche nach dem thought smell *: Weshalb dieses Unbehagen mit Literaten, die Literaturwissenschaft studierten, Komponisten, die Musikwissenschaft belegten? Weshalb ist Brahms mir einerseits sympathisch – weil er die Musikwissenschaftler so verachtete, andererseits aber auch Ligeti, weil er sich genauestens, "quasi-wissenschaftlich", mit Ockeghem beschäftigte? Warum scheint mir Klings Ansatz, lautassoziierend das Rotwelsche [...]
29. Juni 2007 von KG
Und noch eins: gebräunt; blondiert im hautkot- ürfummel, getrimmte zungen; pflaumige Da kann man kaum davon sprechen, das wäre nur zum Hören gedacht? Der "hautkot" (selbst mit rheinisch gefärbter Aussprache wäre der Reiz nicht so groß wie beim Lesen, wo einem die fehlerhafte Assoziation wegen der fehlerhaften inneren Aussprache stärker verwirrt), der später in der "regenhaut" anklingt (nebst einem ganzen Feuerwerk von Binnenreimen/-klängen), Klings häufiges Spiel mit Zeilenumbrüchen ("Intertextualität") lässt mir die "Klanginstallation", dies in Itinerar geradezu krampfhaft-bemüht postulierte Konstrukt (im Interview auf literaturkritik.de dagegen weitaus entspannter und nicht so profilierungssüchtig), noch zweifelhafter erscheinen. Wie sagt doch mein hochgeschätzter F.B.: "Marketing ist immer Beschiss". Was, wenn man hinter dem Begriff "Klanginstallation" reines Marketing wähnte???
29. Juni 2007 von KG
Derzeit mit 5% des Unterbewussten im lyrischen Sumpf watend. Während der Kling-Lektüre war mir eines weniger behaglich: Der attributive Stil, z.B. angeritzt in der verkehrsmitte, deut licher november, hingestürzte -nacht; ("bei ungeputzten scheibn") -bedeckungen, blindgebliebene hände; auf gekratzte knallige pärchen, speedpärchen angeknallt ("gefroren, gemacht, nachts") So sehr hier auch sprachliche Virtuosität vorhanden ist (schon bei stummer Lektüre) – mit diesen attributiven Aufzählungen tu ich mir schwer. Sie entsprechen meinem Schlechtbeispiel ("Antipattern") für bemühte Gegenwartslyrik. Deshalb natürlich, weil jeder Schüler, der Lyrik zu schreiben beginnt und über die traditionellen Formen hinausgekommen ist, eine Weile lang sich (ausschließlich) darin versucht. [...]
13. April 2007 von KG
Zu einer Diskussion mit F.H.: Meine Klage, was eigentlich von mir "übrigbliebe", wenn ich über Nacht stürbe? Wofür ich retrospektiv also meine Zeit aufgebracht hätte? Die Auffassung, die dahinterliegt, zielt ja darauf ab, "etwas" zu hinterlassen, dieses "etwas" wäre dann das Ergebnis der überwiegenden Lebenstätigkeit. In meinem Fall verwende ich den Großteil meiner Zeit mit [...]
12. Januar 2007 von KG
Derzeit Lektüre der Klemperer-Tagebücher. Seine Beschäftigung mit der LTI regt mich an, aus der Wirtschaftssprache zu sammeln, ohne dass ich ein genaueres Ziel hätte (die LTI hab ich noch nicht erworben, mir ist gewissermaßen nur das Material bekannt, nicht aber die methodische Überlegung dazu). Wieviel da doch zu finden ist! Nicht nur die [...]
12. Dezember 2006 von KG
Klemperer: "Deutsche" Eigenschaft: Die Feigheit, nicht – nur – die Obrigkeitshörigkeit. Vielleicht auch das Schönreden? Ich tendiere eher dazu: Derartige (a)llgemeine Merkmale sind nicht national begründet. Eher gibt es historisch-soziologisch begründete Werteskalen, die bestimmte Verhaltensweisen bewirken. Unabhängig davon bin ich der Ansicht, dass eine allgemeine ethische Handlungsverpflichtung besteht, aus der sich ableitet, dass [...]
28. Dezember 2005 von KG
This evening I visited the final event of http://www.spokenwordberlin.net/. The event was OK in general, nearly all people on the stage were good performers in the sense of pronounciation and keeping tension. But to my sadness, around 10% of the content was about food (sic) and some 5% about brands and other 5% (as normal/as [...]
5. Mai 2005 von KG
In der letzten Zeit in meine ‘künstliche’ Sprache (insb. die Poemata) Kommentare aus der Programmierersprache eingeführt. Z.B.: /* gesicht */ cor/*o?*/naleiden, nicht das übersetzte deine hand in rom. jetzt dein blick in meinem kopf, deine hand an der stirn schritten wir glücklichen am lido, könnte dein blick mich nur nicht halten unerhört! unerhört. meine haut, [...]