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	<title>Privates Blog von Karsten Gresch &#187; Veranstaltungen</title>
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	<description>Varia, Miscellania</description>
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		<title>&#8220;International Slam Contest&#8221;, 14.09.07, Ballhaus Ost</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Sep 2007 16:36:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KG</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nur bis zur Pause geblieben: Meine Begleitung ben&#246;tigte einen Eindruck von Poetry Slams, das Ergebnis der ~Ausscheidung~ war uns nicht wesentlich. Aufgrund meiner Kenntnis, der einigerma&#223;en zahlreichen Besuche von Poetry Slams, h&#228;tte sich der erste Eindruck nicht entscheidend ge&#228;ndert, w&#228;ren wir l&#228;nger geblieben. &#160; Das kam mir in den Sinn: Frisch-Diktum von der Lyrik (TB [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur bis zur Pause geblieben: Meine Begleitung ben&ouml;tigte einen Eindruck von Poetry Slams, das Ergebnis der ~Ausscheidung~ war uns nicht wesentlich. Aufgrund meiner Kenntnis, der einigerma&szlig;en zahlreichen Besuche von Poetry Slams, h&auml;tte sich der erste Eindruck nicht entscheidend ge&auml;ndert, w&auml;ren wir l&auml;nger geblieben. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das kam mir in den Sinn: Frisch-Diktum von der Lyrik (TB 46-49, 537ff.), also: </p>
<p>- &Auml;u&szlig;erliche Umst&auml;nde des Vortrags: Streichquartett, Vorh&auml;nge, Kerzen Oleander<br />- Materiales: &Uuml;berholte Vor-Banale Metaphorik<br />- Materiales: Metrischer Duktus, Form insgesamt<br />- Vortrag alltagsenthoben, sprachlich nicht allt&auml;glich<br />- &quot;In-der-Welt-sein&quot; des Gedichts</p>
<p>Eigentlich zielt das mehr auf den Vortrag als auf den Inhalt ab, da gibts zu viele Beispiele, die auch bei den &Auml;lteren, &Auml;ltesten, ohne Leu und Lilie auskommen, <em>gerade</em> Heine ist da gutes&nbsp; Beispiel. </p>
<p>Unterbrechen und Fortsetzen als Kriterium? Das h&auml;ngt wohl mehr von der Rezeptionsf&auml;higkeit ab: Wenn ich das Buch der Lieder verinnerlicht hab, wird es mir allt&auml;glich, kommen mir selbst Vertonungen (dazu sp&auml;ter) profan vor.</p>
<p>K&ouml;nnte ich Gedichte wie Briefe _vor_lesen &#8211; welchen Sinn machte dann noch eine Unterscheidung zwischen Lyrik und Prosa? Man gibt sie auf, Ockham mags zufrieden sein, ein gro&szlig;er Sprachbrei, mal rhythmischer, mal nicht.</p>
<p>Was mir hier fehlt, ist der reizende, ja &auml;tzende Dualismus zwischen dem gelesenen und dem gesprochenen Gedicht. Je mehr Menschen h&ouml;ren, wie sie sehen &#8211; konsumatorisch &#8211; desto mehr werden sie lesen wie sie h&ouml;ren. Was das Problem der H&ouml;rb&uuml;cher darstellt: Die unterschiedliche Reflektion. Begr&uuml;ndet mag sie sein im erh&ouml;hten Aufwand, den Gedanken nachgehen zu k&ouml;nnen: Das H&ouml;rbuch zu unterbrechen, ist schwieriger, als das Lesen zu unterbrechen. Einen Querverweis nachzuschlagen ist einfacher im Buch. Hier sind die Mechaniker weit entfernt von sinnvoller Machbarkeit. Vielleicht einmal der klingende eBook-Reader.</p>
<p>Aber da kommt das Interessante bei den Slams: Hier haben sich die &quot;Subkulturen&quot; (noch so ein zu zerfleddernder Begriff) von Pop-, Soul- und Rapmusikliebhabern und Dichterlesungfrustrierten, meist auch Fu&szlig;ball- resp. Sportbegeisterten, zusammengefunden.</p>
<p>Der Anlass ist l&ouml;blich: Immerhin besch&auml;ftigen sich Menschen mit etwas, das sie f&uuml;r Lyrik halten. Thematisch ist die Auswahl erschreckend: Vieles bleibt jugendliche, pubert&auml;re Selbstexpression. Der Herzschmerz, das Selbstbehauptenwollen/-m&uuml;ssen; die anderen als Spie&szlig;er, das Wir der Werbemarken: Du auch Sinalco? Eben das l&auml;sst sich aber gut konsumieren, das sind die Gemeinpl&auml;tze, die dann Grundlage einer teils atemberaubenden, aberwitzigen sprachlichen Artistik werden. Hier macht auf einmal der Binnenreim Spa&szlig;, weil er zwingend wirkt und &uuml;ber den Zwang zu einem anderen, unerwarteten Gemeinplatz f&uuml;hrt.</p>
<p>Mir scheint dieses Genre weit n&auml;her am Kabarett der 1910er Jahre zu liegen, artifizielles Jonglieren mit W&ouml;rtern und Banalit&auml;ten, alles mit dem K&uuml;nstlerduktus angehaucht. Das dann mit dem &#8211; zum Gl&uuml;ck noch nicht v&ouml;llig veramerikanisierten &#8211; fragw&uuml;rdigen Nervenkitzel des Wettbewerbs, des Siegens, gar nicht so weit entfernt von den institutionalisierten Dichterpreisen, nur quasi-demokratisiert. Schrei am besten, dann siegst Du! Welch eine Grundlage f&uuml;r Lyrik.</p>
<p>Dass sich die Gedichte der Poetry Slams meist so miserabel lesen lassen (Ausnahmen vorhanden, z.B. <a href="http://www.lyrikline.org/index.php?id=162&amp;L=0&amp;author=ng01&amp;show=Poems&amp;poemId=2953&amp;cHash=d824ee5fee" target="_blank">Nora-Eugenie Gomringer</a>), verwundert nicht besonders &#8211; die h&ouml;rende und lesende Reflektion ist unterschiedlich; h&ouml;rend &#8211; mehr konsumierend, weniger am Wort- als am Klanggedanken; lesend mehr die Inhalte entziffernd und entt&auml;uscht &uuml;ber die Pubert&auml;tsbanalit&auml;ten. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Macht es uns wirklich alle zu Br&uuml;dern und Schwestern, dass wir Hunger haben, Essen und Verdauen m&uuml;ssen und mit bestimmten Markennamen aufgewachsen sind? Wenn schon nicht M&ouml;rike und Mozart, dann das?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>******* <strong>Zum Programm</strong> *******</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Lautst&auml;rke und Zigarettenrauch luden zudem wenig zum Verweilen ein. Ebensowenig die leicht manipulativen Unterbrechungen der Moderatoren &#8211; teils wurde der Applaus einfach unterbrochen, teils nicht.<br />(Ich scheine mich rechtfertigen zu m&uuml;ssen. Der stille Vorwurf, die Sprechartistik der anderen Teilnehmer nicht ausreichend gew&uuml;rdigt zu haben).</p>
<p>Moderator war unter anderem <a href="http://www.basboettcher.de/" target="_blank">Bas B&ouml;ttcher</a>, der zum gelackten Berufsjugendlichen mutiert, gesch&auml;ftig, mit Schnauzbart w&auml;re es ein R. Strauss par exemple.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Andy Ninvalle</strong> (NL &#8211; Ehrengast). Indiskutabel, h&ouml;chstwahrscheinlich, weil auf Englisch. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ken Yamamoto</strong> (Japan/D/F) &#8211; Mainzer (?), jedenfalls ist der Hinweis Japan/D/F irref&uuml;hrend, eindeutig ein Deutscher. Machts aber nochmal so interessant. Lyrik.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Bohdan Blahovec</strong> (CZ): Improvisiert, h&auml;tte die F&auml;higkeit, Massenhysterien auszul&ouml;sen. Keine Lyrik.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Betti Synclar</strong> (CH): Traut sich mitzuteilen, dass auch sie eine Frau ist und Bed&uuml;rfnisse hat, die sonst eher nur ein Mann &auml;u&szlig;ert. Peinlich. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Antoine &quot;T&ocirc;&quot; Faure &amp; Damien Noury</strong> (F): Artistik, sehr professionell. Ihr Hymnus an den Slam: Sie leben davon, das merkt man, die Dankbarkeit deshalb verst&auml;ndlich. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Orsolya Karafyiath</strong> (HU) &#8211; Trat mit &quot;Kult-Schlagers&auml;ngerin&quot; auf. Peinlich, resp. bem&uuml;ht und auch noch peinlich. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Sara Ventroni</strong> (I) &#8211; Wenn ichs recht verstand, lamentierte sie ziemlich lang darob, dass niemand sie verstehen k&ouml;nne und was da alles zu sagen w&auml;r. Eindr&uuml;cklich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Salena Godden</strong> (UK) &#8211; Selbstverliebt, selbst&uuml;berheblich, keine Lyrik.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>RSO Berlin, 11.09., Philharmonie</title>
		<link>http://blog.gresch.de/2007/09/12/rso-berlin-11-09-philharmonie/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Sep 2007 05:59:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[konzert]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Musiknotizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Dirigent: Marek Janowski. Programm: Debussy, Musik zum Ballet Khamma, Busoni Violinkonzert op. 35a (F.P. Zimmermann), Sibelius, 4.e Sinfonie. &#160; Liebloser, uninspirierter Abend. Was ich dem Orchester w&#252;nsche: Einen pr&#228;zisionsbesessenen, musikbegeisterten Dirigenten, der ihm beibringt, wieder miteinander zu musizieren, nicht nebeneinander Musik herunterzuleiern. Und Marek Janowski &#8211; den Graben. Da wird er gute Arbeit leisten, treu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dirigent: Marek Janowski. Programm: <em>Debussy</em>, Musik zum Ballet Khamma, <em>Busoni</em> Violinkonzert op. 35a (F.P. Zimmermann), <em>Sibelius</em>, 4.e Sinfonie.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Liebloser, uninspirierter Abend. Was ich dem Orchester w&uuml;nsche: Einen pr&auml;zisionsbesessenen, musikbegeisterten Dirigenten, der ihm beibringt, wieder miteinander zu musizieren, nicht nebeneinander Musik herunterzuleiern. Und Marek Janowski &#8211; den Graben. Da wird er gute Arbeit leisten, treu und ohne Mimik den 500.en Troubadour aufzuf&uuml;hren helfen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Viel ist daran, dass ein guter Lehrer meist eher leise und verhalten spricht, w&auml;hrend der schlechte gegen die Klasse br&uuml;llt. Janowski rudert sicht ins Uferlose und doch mit der geringsten Wirkung. Schon bei der Balletmusik Debussys, die im Konzertsaal wenig verloren hat, aber durchaus interessant auch f&uuml;r das zeitgen&ouml;ssische Tanztheater verwertet werden kann, zeigte sich, dass Marek Janowski seinen Kopf nicht einzusetzen vermag: Ohne erkennbare Mimik, scheinbar ohne Anteilnahme an der Musik, wird hier &quot;durchdirigiert&quot;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Violonkonzertchen von Busoni, einem Konzertst&uuml;ck n&auml;her als den monumentalen Konzerten Brahms, Beethovens, sogar Dvoraks, &uuml;bernahm der routinierte Frank Peter Zimmermann deshalb manchmal den Part des Dirigenten. Dass die beiden Stimmen aus dem Andante der Bach Solosonate BWV 1003, die Zimmermann als Zugabe spielte, mehr &quot;miteinander&quot; musizierten, kennzeichnete diesen unterdurchschnittlichen Abend.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hier half wenig, dass Marek Janowski die Sibelius-Sinfonie auswendig dirigierte. Zwar waren einige gut geprobte Stellen h&ouml;rbar (vor allem im 3.en Satz, <em>Tempo di largo</em>), dies aber vor allem in den einzelnen Stimmen (am herausragendsten die Celli), indes fehlte es am Miteinander, am Aufeinander-H&ouml;ren.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>George Elliot Clarke: Africadian Poetry</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Sep 2007 21:24:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Eintrag auf Englisch sollte das werden, jetzt nach reichlich viel gesprochenem Deutsch seh ich davon ab: Der Wechsel ist dem Fluss abtr&#228;glich. &#160; Africadian &#8211; eine Wortsch&#246;pfung von G.E. Clarke (und hier), die &#34;African&#34;, &#34;Canadian&#34; und &#34;Acadian&#34; verwebt und und jetzt, nach achtzehn Jahren, gar Einzug in den Oxford Thesaurus gefunden hat. Sie verr&#228;t [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Eintrag auf Englisch sollte das werden, jetzt nach reichlich viel gesprochenem Deutsch seh ich davon ab: Der Wechsel ist dem Fluss abtr&auml;glich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Africadian</em> &#8211; eine Wortsch&ouml;pfung von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/George_Elliott_Clarke">G.E. Clarke</a> (und <a href="http://www.answers.com/topic/george-elliott-clarke">hier</a>), die &quot;African&quot;, &quot;Canadian&quot; und &quot;Acadian&quot; verwebt und und jetzt, nach achtzehn Jahren, gar Einzug in den Oxford Thesaurus gefunden hat. Sie verr&auml;t zugleich einen wesentlichen <em>inhaltlichen</em> Schwerpunkt der literarischen Produktion Clarkes: Die Positionsbestimmung der Afrokanadier, speziell der in Nova Scotia. Die Hybris der f&uuml;r Clarke miteinander unvereinbaren kulturellen (und sprachlichen) Wurzeln England und Frankreich (Clarke beansprucht f&uuml;r sich, nicht ausreichend gut Franz&ouml;sisch sprechen, wohl aber lesen zu k&ouml;nnen), die eindeutig auf Europa ausgerichtete Sozialstruktur erschwerte den offenbar ungemein zergliederten afrikanischen &quot;Communities&quot;, sich eigenst&auml;ndig, &quot;native-africadian&quot;, zu &auml;u&szlig;ern.&nbsp; </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In Clarke haben sie eine Stimme gefunden. Was f&uuml;r eine! Beim Rezitieren bebt sein K&ouml;rper und wiegt sich metrisch &#8211; der Einsatz erinnert an Poetry Slams, die allerdings gar nicht erst erfunden worden w&auml;ren, wenn alle Dichterlesungen wie Clarkes ausfielen. Einzig die Inhalte sind anspruchsvoller und auch die &quot;Machart&quot; weitaus artifizieller. Clarke las im internationalen Club (leider keine Homepage) &#8211; neben drei unver&ouml;ffentlichten Gedichten aus <em>Whyla Falls</em>, <em>Illuminated Verses</em>, <em>Blue</em> und <em>Black</em> sowie den Opern <em>Quebecit&eacute;</em> und der Trudeau-Oper <em>NN</em>. Zu den gelesenen Opernpassagen wurde auch die Musik (DD <em>NN</em>) gespielt &#8211; gef&auml;llig, musicalartig, nicht mit europ&auml;ischer Oper zu verwechseln.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>F&uuml;r den Europ&auml;er scheinen die Gedichte leicht, s&uuml;ffig &#8211; die Hermetik Klings oder Celans erfordert M&uuml;he, l&auml;sst stets einen letzten Zweifel zur&uuml;ck, in jeder Passage, wegen des nie ganz erkl&auml;rbaren Gesamtzusammenhangs. Clarks Gedichte erfreuen durch ihre teils eindeutigen Aussagen, die mit gutlautenden, teils irritierenden, Wortkombinationen ins Ohr gebracht werden und so die Auseinandersetzung mit den wenig hermitschen klaren politischen Inhalten erm&ouml;glichen. Das erinnert an Neruda ein wenig: ein Dichter, der anderen, anderen Anliegen, fern der Selbstexpressivit&auml;t, seine Stimme leiht.&nbsp;</p>
<p>Sehr angenehm: Die Political Correctness, die in den Gespr&auml;chen vor und nach der Lesung gepflegt wurde, war von einer positiven Grundhaltung gepr&auml;gt: Politisch korrekt sich verhalten, nicht um unangreifbar zu sein, sondern um anderen &#8211; ernsthaft bem&uuml;ht &#8211; gerecht zu werden. </p>
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		<title>Besuch im Bode-Museum</title>
		<link>http://blog.gresch.de/2007/02/02/besuch-im-bode-museum/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Feb 2007 15:56:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KG</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute mit einem geschÃ¤tzten Bekannten zum ersten Mal nach der Renovierung das Bode-Museum (ehem. Kaiser-Friedrich-Museum, aka Skulpturensammlung und Museum f. byzantinische Kunst) aufgesucht. Die schlimmste BefÃ¼rchtung, das GebÃ¤ude kÃ¤me viel zu protzig daher, erwies sich als falsch, im Gegenteil: Dadurch, dass die Nischen in der Basilika nicht farbig gefasst waren und die Seitentreppen und die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute mit einem geschÃ¤tzten Bekannten zum ersten Mal nach der Renovierung das Bode-Museum (ehem. Kaiser-Friedrich-Museum, aka <a href="http://www.smb.museum/smb/sammlungen/details.php?lang=de&#038;objID=14&#038;n=1&#038;r=20" >Skulpturensammlung und Museum f. byzantinische Kunst</a>) aufgesucht.</p>
<p>Die schlimmste BefÃ¼rchtung, das GebÃ¤ude kÃ¤me <em>viel</em> zu protzig daher, erwies sich als falsch, im Gegenteil: Dadurch, dass die Nischen in der Basilika nicht farbig gefasst waren und die Seitentreppen und die Treppen zu Tiefgeschoss und Keller mit nÃ¼chtern-grauen Fassungen sich nicht aufdrÃ¤ngen, machte der Bau auf mich einen eher abweisenden, von den Proportionen freilich wenig stringenten Eindruck. Gobelinsaal geschlossen.<br />
Die SÃ¤ulengruppe an der kleinen Treppe (Friedrich der Militarist und seine SchlÃ¤chter-GenerÃ¤le und MarschÃ¤lle [?]) ist historisch zu erklÃ¤ren, aber dennoch abstoÃŸend, als fÃ¼hrte all das ReligiÃ¶s-SchÃ¶ne dann doch zum Morden hin.</p>
<p>Beim Schreiben dieses Eintrags fÃ¤llt mir auf, wie schlecht doch die Seiten der SMPK gestaltet sind, nicht einmal die LageplÃ¤ne sind erfÃ¼gbar. Zumindest auf den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bodemuseum"  title="Bode-Museum - Wikipedia">Wikipedia-Artikel</a> kÃ¶nnte doch verwiesen werden.</p>
<p>Inv.-Nr. 101 (?), &#8220;Christus als Ecce Homo&#8221;. Schreibfehler? Hl. Dorothea (Basilika) fÃ¼r DorothÃ©e erinnern. Orangefarbene Maria im ChorgestÃ¼hlsaal erinnert mich an Cornelia, Funktionsweise des Chorpults (in der Mitte zweier ChorgestÃ¼hlreien) nicht ganz verstÃ¤ndlich, der Bellini schlicht deplaziert, da kann ich den Unmut einiger Stimmen von der GemÃ¤ldegalerie schon nachvollziehen.<br />
PersÃ¶nlich grÃ¶ÃŸte Wonne der Tiepolo-Saal, ein kleiner Ca&#8217;Rezzonico-Effekt, und dann noch Giambattista! </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>HRR Teil I (Magdeburg)</title>
		<link>http://blog.gresch.de/2006/10/02/hrr-teil-i-magdeburg/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Oct 2006 13:39:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mit C. und K. nach Magdeburg gefahren zum ersten Teil der Ausstellung &#252;ber das Heilige R&#246;mische Reich Deutscher Nation (Ottonen bis Habsburger &#8211; Maximilian I). Sehr angenehm gestalteter Audio-Guide, gute Erl&#228;uterungen. Magdeburg wurde immer wieder besonders ber&#252;cksichtigt, aus meiner Sicht, von Otto dem Gr. abgesehen, nicht ganz nachvollziehbar. &#160; Unfassbar viele einzigartige Handschriften (u.a. Gero-Psalter, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit C. und K. nach Magdeburg gefahren zum ersten Teil der <a href="http://www.dasheiligereich.de/">Ausstellung &uuml;ber das Heilige R&ouml;mische Reich Deutscher Nation</a> (Ottonen bis Habsburger &#8211; Maximilian I).  Sehr angenehm gestalteter Audio-Guide, gute Erl&auml;uterungen.   </p>
<p>Magdeburg wurde immer wieder besonders ber&uuml;cksichtigt, aus meiner Sicht, von Otto dem Gr. abgesehen, nicht ganz nachvollziehbar.  </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unfassbar viele einzigartige Handschriften (u.a. Gero-Psalter, Codex Manesse). Wie sch&ouml;n w&auml;re es, wenn f&uuml;r solche Ausstellungen wenigstens zwei oder drei Faksimiles &quot;geopfert&quot; werden k&ouml;nnten, um dem Publikum die M&ouml;glichkeit zu geben, einen unmittelbareren Eindruck vom Reiz der Handschriften zu erhalten.  Insgesamt war die Ausstellung die Reise wert&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rheinsberg, Myslivycek, Ariadna</title>
		<link>http://blog.gresch.de/2006/08/02/rheinsberg-myslivycek-ariadna/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Aug 2006 17:04:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Sehr nette Inszenierung (Details siehe unter http://www.kammeroper-schloss-rheinsberg.de/). Sehr nette zeitgenÃ¶ssische Inszenierung im Sinne einer Kammeroper, der Veranstaltungsort war mir bislang unbekannt, zuvor hatten wir den Graun einmal im Heckentheater gesehen. Wie auch immer, solch einen Besuch sollte man nicht mit anschlieÃŸender Fahrt nach Berlin beenden, sondern mit einer Flasche Champagner zum Souper und nettem Lustwandeln [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr nette Inszenierung (Details siehe unter <a href="http://www.kammeroper-schloss-rheinsberg.de/"  title="http://www.kammeroper-schloss-rheinsberg.de/">http://www.kammeroper-schloss-rheinsberg.de/</a>).</p>
<p>Sehr nette zeitgenÃ¶ssische Inszenierung im Sinne einer Kammeroper, der Veranstaltungsort war mir bislang unbekannt, zuvor hatten wir den Graun einmal im Heckentheater gesehen.</p>
<p>Wie auch immer, solch einen Besuch sollte man nicht mit anschlieÃŸender Fahrt nach Berlin beenden, sondern mit einer Flasche Champagner zum Souper und nettem Lustwandeln am folgenden Tag vor Ort&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Spokenword Berlin Revue 2005</title>
		<link>http://blog.gresch.de/2005/12/28/spokenword-berlin-revue-2005/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2005 00:39:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

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		<description><![CDATA[This evening I visited the final event of http://www.spokenwordberlin.net/. The event was OK in general, nearly all people on the stage were good performers in the sense of pronounciation and keeping tension. But to my sadness, around 10% of the content was about food (sic) and some 5% about brands and other 5% (as normal/as [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>This evening I visited the final event of <a href="http://www.spokenwordberlin.net/">http://www.spokenwordberlin.net/</a>.<br />
The event was OK in general, nearly all people on the stage were good performers in the sense of pronounciation and keeping tension.<br />
But to my sadness, around 10% of the content was about food (sic) and some 5% about brands and other 5% (as normal/as expected) copulation and sexual details, which seems to be the only knowledge that is common for nowadays people. And what I found interesting, too, was that a lot of people just laugh (in the sense of an &#8220;inspired&#8221; laughter) when they recognise sthg, independent of whether the idea behind was funny or not.<br />
If find this interesting, because I found this kind of laughter in pseudo-educated circles where people who recognised an allusion to some knowledge trace also had this &#8220;knowing&#8221; smile/laughter.<br />
And to be able to rhyme only (&#8220;Rita&#8221;) is not enough for me at least.<br />
Think I liked Dalibor&#8217;s Rashomon-minus-1 (rather minus-2) &#8220;annotation&#8221; best, but also this other Berlin guy who got the &#8220;price&#8221; (one bottle &#8220;RotkÃ¤ppchen&#8221; sparkling vine and the honour, of course) together with the IMHO overrated Bas BÃ¶ttcher in the first half, was good.<br />
Anyway, the courage and the performative power is highly appreciable and though I did not have one &#8220;poetical moment&#8221; I went away with good impressions.<br />
Generally I think, this community does not differ so much from the established/official cultural community, except of the money and the fact, that an <i>ad hoc</i> decision of the auditory decides about an author&#8217;s failure (and not the amount of books sold or a special jury): They establish themselves, they shake hands and are friendly to push up themselves. It&#8217;s as equal as the gamers clans are very close to the german &#8220;Verein&#8221;.<br />
The biggest difference might be the rather sportive aspect &#8211; you get money and praise if you win a kind of match instead of getting prices because you&#8217;re a good self-marketer against jury members. Not such a very big difference. And the danger lies within the &#8220;quality&#8221; of the slam auditory &#8211; if they were completely dumb, a good (IMHO) author like e.g. Kling would not be heard because it needs time to get used to his language.</p>
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