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	<title>Privates Blog von Karsten Gresch &#187; Politik</title>
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	<description>Varia, Miscellania</description>
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		<title>Kaiserzeit</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Feb 2011 00:19:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon seltsam: Spiegel Online beschreibt den Titel-Betr&#252;ger Guttenberg als &#8220;adligen Minister&#8221;, die Zeit (Printmedium: der Tagesspiegel) schreibt von Geschehnissen im &#8220;Reichstag&#8221;. Beides vulgo verst&#228;ndlich, inhaltlich aber h&#246;chst bedenklich: Der Adel ist mit der Weimarer Reichsverfassung vom 11.09.1919 zum 14.08.1919 abgeschafft, den Reichstag finden wir nur noch als Reichstagsgeb&#228;ude vor, das Organ ist seit dem Grundgesetz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon seltsam: Spiegel Online <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,748009,00.html">beschreibt</a> den Titel-<a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/plagiatsaffaere-um-guttenberg-wir-sind-einem-betrueger-aufgesessen-1.1065263">Betr&uuml;ger</a> Guttenberg als &#8220;adligen Minister&#8221;, die <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-02/guttenberg-umfrage-cdu">Zeit</a> (Printmedium: der Tagesspiegel) schreibt von Geschehnissen im &#8220;Reichstag&#8221;. Beides vulgo verst&auml;ndlich, inhaltlich aber h&ouml;chst bedenklich: Der Adel ist mit der Weimarer Reichsverfassung vom 11.09.1919 zum 14.08.1919 abgeschafft, den Reichstag finden wir nur noch als Reichstagsgeb&auml;ude vor, das Organ ist seit dem Grundgesetz vom 23.05.1949 der Bundestag. Hat das Methode oder sind die Journalisten hier einfach nachl&auml;ssig?</p>
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		<title>Emojournalismus</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 10:23:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlicher Bereich]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

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		<description><![CDATA[Sobald du deinen Fernseher einschaltest, bist du in Gefahr. Wie beim Geruch von Schimmelsporen einer verseuchten Wohnung bemerkst du vielleicht nicht, dass dein Gehirn kontaminiert wird. Der Emojournalismus greift an. Tom Schimmeck umreißt in seinem lesenwerten Buch Am besten nichts Neues im Kapitel Gefühlsecht dieses Phänomen. Im &#8220;klassischen&#8221; Journalismus sollen die Nachrichten die Fragen Wer-Was-Wann-Wo-Warum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sobald du deinen Fernseher einschaltest, bist du in Gefahr. Wie beim Geruch von Schimmelsporen einer verseuchten Wohnung bemerkst du vielleicht nicht, dass dein Gehirn kontaminiert wird.</p>
<p>Der Emojournalismus greift an. <a href="http://www.schimmeck.de/">Tom Schimmeck</a> umreißt in seinem lesenwerten Buch <a href="http://westendverlag.de/westend/buch.php?p=36">Am besten nichts Neues</a> im Kapitel <em>Gefühlsecht</em> dieses Phänomen. Im &#8220;klassischen&#8221; Journalismus sollen die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nachricht_%28Journalismus%29">Nachrichten</a> die Fragen Wer-Was-Wann-Wo-Warum möglichst im ersten Satz beantworten. Der Emojournalismus zielt aber darauf ab, Rezipienten ein &#8220;Gefühlserlebnis&#8221; zu vermitteln und diese zu unterhalten.</p>
<p>Ausgerechnet in <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Sol_Stein">Sol Stein</a>s Buch <a href="http://www.zweitausendeins.de/suche/?ArticleFocus=1&amp;ord=-1&amp;alpha=1&amp;cat=all&amp;q=sol%20stein">Über das Schreiben</a>, das sich dem fiktionalen und nichtfiktionalen Schreiben gleichermaßen widmet (Exerpt <a href="http://www.leixoletti.de/theorie/solstein.htm">hier</a>), finden sich zahlreiche Beispiele, wie man Nachrichten anreichern und spannend machen soll.</p>
<p>Die lapidare Begründung Steins für das emotionale Aufblähen von Fakten ist, dass der Mensch im 20.en Jahrhundert sich geändert habe durch die von Film und Fernsehen geprägten Rezeptionsgewohnheiten.</p>
<p>Dieser Ansatz ist fehlerhaft und gefährlich:</p>
<ol>
<li><strong>Diskursfähigkeit</strong>: Bei journalistischen Nachrichten geht es darum, Inhalte zu vermitteln. Auf Grundlage der Fakten beginnen wir, diese zu reflektieren und die Fakten einzuordnen. Nur auf Grundlage von Fakten kann ein sinnvoller Diskurs geführt werden. Die Methodiken des Creative Writing zielen bewusst darauf ab, den Leser zum Lesekonsumenten zu machen, der nicht aus dem Lesefluss gerissen wird. Unverhohlen wird dabei auf die Kaufentscheidung des Lesers in der Buchhandlung abgezielt, der möglichst nach dem Lesen des ersten Satzes das Buch so spannend findet, dass er es sofort weiterlesen möchte.<br />
Mit diesen Methodiken bläht man aber Inhalte auf und verbirgt und &#8220;streckt&#8221; Fakten, während man die Leser mit spannenden Erzähltechniken bei der Stange hält.<br />
Wer dieses Prinzip auf journalistische Nachrichten überträgt, verschleiert oder verdrängt Fakten. Aus dem <a href="http://www.ratschlag24.com/index.php/was-ist-infodump_000045162/">Infodump</a> im Diskurs &#8211; um im Jargon zu bleiben &#8211; würde ein &#8220;Emodump&#8221;. D.h., anstelle beim Diskurs mit Fakten zu argumentieren, blieben lediglich Emotionen. Damit wäre jeder politische Diskurs ad absurdum geführt, da die politisch relevanten Inhalte fehlten.</li>
<li><strong>Mangelnde Differenzierung der journalistischen Darstellungsform</strong>: Stein vermengt die journalistischen Darstellungsformen. Für eine Dokumentation kann es durchaus nützlich sein, die Rezipienten in die Sichtweise Betroffener etc. zu versetzen, um dadurch z.B. Mitgefühl hervorzurufen. Ebenso wird ein Leitartikel die Leserschaft mit einer geschickten Einleitung fesseln. Hinsichtlich der Tatsachenvermittlung ist das aber unangebracht. Nicht verwunderlich ist deshalb, dass die meisten journalistischen Nachrichten-Beispiele Steins aus der Rubrik &#8220;Panorama/Vermischtes&#8221; stammen oder aber Nachrichten plötzlich zu Berichte/Reportagen umwandeln.</li>
<li><strong>Erzeugen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Massenhysterie">(Massen-)Hysterie</a></strong>: Wer Menschenmengen überemotionalisiert, erzeugt Massenhysterie. Auch als Deutsche im 21.en Jahrhundert dürften wir nicht gänzlich vergessen haben, welche Auswirkungen dies haben kann. (Michael Moore zeigt in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bowling_for_Columbine">Bowling for Columbine</a> zeitgemäße Implikationen auf.).</li>
<li><strong>Entfernen und Umschreiben relevanter Informationen</strong>: In 1.) angedeutet: Je mehr Zeit (TV/Radio) und Platz (Printmedien, Internet) der Darstellung von Emotionen gewährt wird, desto weniger Fakten können präsentiert werden. Je weniger Fakten dargestellt werden, desto weniger Fakten können erinnert werden. Je weniger Fakten erinnert werden, desto einfacher ist es, Fakten &#8220;kreativ umzudeuten&#8221;. Ein schönes Beispiel ist die bei einem Attentat getötete <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Benazir_Bhutto#Charges_of_corruption">Benazir Bhutto</a>, der zusammen mit ihrem inhaftierten Ehemann gemeinschädliche Korruption nachgewiesen wurde, die aber 2007 zu einer &#8220;Lady Di&#8221; der Demokratie in allen westlichen Medien bis hin zur Guardian oder taz stilisiert wurde. Hier wurden die Korruptionsvorwürfe &#8211; vor dem Attentat (danach scheint das <em>de mortuis nil nisi bene</em> immer noch zu funktionieren) &#8211; nirgends recherchiert/erwähnt. 1984.</li>
<li><strong>Falsches Ziel</strong>: Sol Stein und viele Creative-Writing-Ratgeber behaupten, Ziel der guten Erzählung sei, Gefühle zu vermitteln. Das ist falsch und würde die Prinzipien des Spektakelkinos auf das Erzählen übertragen. Der eigentliche Wert der Literatur, das, was sie vom Film abgrenzt, ist, dass sie nicht nur Gefühle, sondern <em>Erfahrungen</em> vermitteln kann. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bildung._Alles,_was_man_wissen_mu%C3%9F">Schwanitz</a> beschreibt dies sehr eindrücklich.</li>
</ol>
<p>PS: Ich habe den Fernseher abgeschafft. Und hoffe immer noch auf eine Tagesszeitung, die es zu abonnieren lohnt.</p>
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		<title>Vote for Coke!</title>
		<link>http://blog.gresch.de/2007/10/17/vote-for-coke/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Oct 2007 21:19:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[documentation]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter dem Eindruck des Films &#34;The Corporation&#34; (http://www.thecorporation.com/). &#160; In dieser Dokumentation wird anschaulich dargestellt, wie sich virtuelle Monstren bilden konnten, die unser politisches und kulturelles Leben stark beeinflussen. &#160; Vorgeschichte. Das 14th Amendment ist eine wichtige gesetzliche Regelung in den USA. Eingef&#252;hrt nach dem B&#252;rgerkrieg zum Schutz der afroamerikanischen Bev&#246;lkerung, sollte sie gesetzlich benachteiligten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter dem Eindruck des Films &quot;The Corporation&quot; (<a href="http://www.thecorporation.com/" target="_blank">http://www.thecorporation.com/</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In dieser Dokumentation wird anschaulich dargestellt, wie sich virtuelle Monstren bilden konnten, die unser politisches und kulturelles Leben stark beeinflussen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vorgeschichte. Das 14th Amendment ist eine wichtige gesetzliche Regelung in den USA. Eingef&uuml;hrt nach dem B&uuml;rgerkrieg zum Schutz der afroamerikanischen Bev&ouml;lkerung, sollte sie gesetzlich benachteiligten Personen die M&ouml;glichkeit geben, gegen Ungleichbehandlung vorzugehen.</p>
<p>Diese Regelung wurde aber kaum von Afroamerikanern genutzt, vielmehr verwendet, v&ouml;llig anderen <i>Personen</i> mehr und mehr Rechte zu verschaffen: Juristischen Personen, die nicht aus Fleisch und Blut sind, aber dennoch Rechte erlangen k&ouml;nnen wie ein Mensch, der als <i>nat&uuml;rliche Person</i> im juristischen Jargon bezeichnet wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Juristische Persone, Avatare der Gesetzestechnik, k&ouml;nnen zum Beispiel Eigentum erwerben, seien es Autos oder Grundst&uuml;cke, k&ouml;nnen klagen und verklagt werden. In den Vereinigten Staaten nennt sich diese Lebensform &quot;Corporation&quot; und der Film behandelt den beispiellosen Machtzuwachs der im Gesch&auml;ftsleben prominent agierenden, aber nicht greifbaren Personen. </p>
<p>Die Produkte der Corporations sind Gemeinpl&auml;tze unseres Lebens, sie haben sich tief ins Unterbewusste geschlichen mit ihrer Markenpr&auml;senz (eine ganz wundersame Bl&uuml;te ist die Disney-Stadt).</p>
<p>In unserm Leben gehen Rechte normalerweise mit Pflichten einher, m&ouml;gen die mit Rechten besser Ausgestatteten dies derzeit auch immer h&auml;ufiger und immer offensichtlicher vergessen. Hinsichtlich der Corporations sah das aber etwas anders aus: Man verga&szlig; (oder vermied bewu&szlig;t), ihnen Verpflichtungen aufzuerlegen, die sich am Gemeinwohl und humanistisch-demokratischen, sozialen oder ethischen Grunds&auml;tzen ausgerichtet h&auml;tten. <br />
Das f&uuml;hrte dazu, dass die einzige Lebensmaxime der Corporations der Profit blieb.</p>
<p>Hier setzt der Film an und betrachtet die Implikationen eines rein profitorientierten Handelns. Die Frage wird gestellt: Wenn wir es mit einer Person zu tun haben, muss diese auch &uuml;ber ein Pers&ouml;nlichkeitsprofil verf&uuml;gen. Warum nicht einmal vom Schlimmsten ausgehen, und das Pers&ouml;nlichkeitsprofil eines Psychopathen (nach der UNESCO-Definition [***]) dem Profil gro&szlig;er Corporations gegen&uuml;berhalten?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Siehe da: In allen Punkten entspricht das Handeln gro&szlig;er Konzerne dem eines Psychopathen. Hierzu angemerkt: Inwiefern das Handeln eines <i>einzelnen</i> Konzerns <i>vollst&auml;ndig</i> dem eines Psychopathen entspricht, wird nicht dargestellt, insofern kann hinterfragt werden, inwiefern dies Konstrukt auf einen bestimmten Konzern aussagekr&auml;ftig ist. <br />
Dies w&auml;re zu pr&uuml;fen, wobei die Vorstellung, es auch nur mit einem &quot;halben Psychopathen&quot; zu tun zu haben, beunruhigend genug ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Kernaussage ist in jedem Fall &uuml;berzeugend: Firmen, betrachtet als juristische Personen, handeln gleich Psychopathen &#8211; zumindest in Teilbereichen. Im Sinne der Profitmaximierung scheren sich nicht darum, ob sie den Zugang zu &uuml;berlebenswichtigen Ressourcen wie Wasser (selbst Regenwasser!) von Bezahlung abh&auml;ngig machen, ob sie Kinder arbeiten lassen oder L&ouml;hne bezahlen, mit denen trotz 50-Stundenwochen kein Lebensunterhalt bestritten werden kann. Sie betr&uuml;gen, l&uuml;gen, f&auml;lschen, t&ouml;ten; nachhaltig zerst&ouml;ren sie die Umwelt, die Lebensgrundlagen nachfolgender Generationen.</p>
<p>Was ich hier interessant finde, ist die Treuepflicht im (deutschen) Arbeitsrecht: Diese besteht zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Wechselseitig. Jetzt frage ich mich: Kann man von einem Psychopathen die Erf&uuml;llung einer solchen &#8211; gesetzlich manifestierten &#8211; moralischen Pflicht erwarten? Hat man als Arbeitnehmer einem Psychopathen, der allein oder im Verbund mit anderen Psychopathen kriminell wird, eine solche Verpflichtung? Hier kann man leicht auf die Grenzen verweisen, die uns das Strafrecht vorgibt: Zu morden braucht man nicht, sicherlich nicht einmal die von der Gerichtsbarkeit gezogenen Grenzen der Sittenwidrigkeit zu &uuml;berschreiten. Aber ist es aus unserer Sicht sittenwidrig, terroristisch agierende Staaten mit Waffen zu beliefern (wohl nicht)? Waren zu vertreiben, die von Menschen hergestellt werden, die einen Monatslohn von ~50 EUR daf&uuml;r erhalten, der zum Leben nicht ausreicht (denen [und das ist das wahre Problem] buchst&auml;blich das Leben genommen wird, n&auml;mlich ihre Lebenszeit, ohne dass man sie daf&uuml;r t&ouml;ten m&uuml;sste)?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Noch interessanter: Wie w&auml;re es, g&auml;be man juristischen Personen das passive Wahlrecht, k&ouml;nnte ein Konzern also ein politisches Amt aus&uuml;ben? W&auml;re der Unterschied um so vieles gr&ouml;&szlig;er als heute? Weniger ehrlich und transparent?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn <i>The Carlyle Group</i> und <i>Halliburton</i> die beiden letzten Pr&auml;sidentschaften der USA &uuml;bernommen h&auml;tten &#8211; w&auml;re das aufrichtiger, verst&auml;ndlicher gewesen?</p>
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		<title>LTI und die Geschäftssprache</title>
		<link>http://blog.gresch.de/2007/01/12/lti-und-die-geschaeftssprache/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Jan 2007 07:45:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[klemperer]]></category>
		<category><![CDATA[sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Derzeit Lekt&#252;re der Klemperer-Tageb&#252;cher. &#160; Seine Besch&#228;ftigung mit der LTI regt mich an, aus der Wirtschaftssprache zu sammeln, ohne dass ich ein genaueres Ziel h&#228;tte (die LTI hab ich noch nicht erworben, mir ist gewisserma&#223;en nur das Material bekannt, nicht aber die methodische &#220;berlegung dazu). &#160; Wieviel da doch zu finden ist! Nicht nur die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Derzeit Lekt&uuml;re der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Klemperer">Klemperer</a>-Tageb&uuml;cher.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Seine Besch&auml;ftigung mit der LTI regt mich an, aus der Wirtschaftssprache zu sammeln, ohne dass ich ein genaueres Ziel h&auml;tte (die LTI hab ich noch nicht erworben, mir ist gewisserma&szlig;en nur das Material bekannt, nicht aber die methodische &Uuml;berlegung dazu).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wieviel da doch zu finden ist! Nicht nur die gesamte Hierarchie &#8211; <em>Chief Executive Officer</em>,<em> Executive Committee</em>, <em>Task Forces</em>, die <em>Deadline</em>, die <em>Resources</em>, zu denen auch die Menschen geh&ouml;ren (<i>Ressourcen</i> werden aber normalerweise ausgebeutet, auch im Englischen (&quot;exploit resources&quot;).</p>
<p>Vielleicht ist schon Philologisch-Monographisches dazu vorhanden, interessieren w&uuml;rde mich hier sehr, ob auch sprachliche Alternativmodelle existieren, die das Inhuman-Militaristische meiden und diese auch in Gro&szlig;unternehmen verwendet werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Interessant, dass vieles, was Klemperer &uuml;bel aufstie&szlig; (die Attribuierung von St&auml;dten, also &quot;Hansestadt Bremen&quot; [~lustig~: &quot;Hansestadt K&ouml;ln&quot;), nicht beendet wurde, man denke an die ganzen Lutherst&auml;dte, ich glaube auch die &quot;H&auml;ndelstadt&quot; etc. etc. Und hier die Verkn&uuml;pfung zu dem Attribuierungsspruch f&uuml;r Unternehmen &quot;BlaBlaBla &#8211; We spin the universe&quot;, &quot;BloBloBlo &#8211; Your quality choice&quot;, &quot;BluBluBlu &#8211; Sicherheit f&uuml;r die sch&ouml;nen Momente&quot; etc. etc.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Feigheit als deutsches Merkmal?</title>
		<link>http://blog.gresch.de/2006/12/12/feigheit-als-deutsches-merkmal/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Dec 2006 11:19:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Klemperer: &#34;Deutsche&#34; Eigenschaft: Die Feigheit, nicht &#8211; nur &#8211; die Obrigkeitsh&#246;rigkeit. Vielleicht auch das Sch&#246;nreden? &#160; Ich tendiere eher dazu: Derartige (a)llgemeine Merkmale sind nicht national begr&#252;ndet. Eher gibt es historisch-soziologisch begr&#252;ndete Werteskalen, die bestimmte Verhaltensweisen bewirken. &#160; Unabh&#228;ngig davon bin ich der Ansicht, dass eine allgemeine ethische Handlungsverpflichtung besteht, aus der sich ableitet, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Klemperer: &quot;Deutsche&quot; Eigenschaft: Die Feigheit, nicht &#8211; nur &#8211; die Obrigkeitsh&ouml;rigkeit. Vielleicht auch das Sch&ouml;nreden?  </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich tendiere eher dazu: Derartige (a)llgemeine Merkmale sind nicht <i>national</i> begr&uuml;ndet. Eher gibt es historisch-soziologisch begr&uuml;ndete Werteskalen, die bestimmte Verhaltensweisen bewirken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unabh&auml;ngig davon bin ich der Ansicht, dass eine allgemeine ethische Handlungs<i>verpflichtung</i> besteht, aus der sich ableitet, dass man auch dann politisch handelt, wenn man das politische Handeln unterl&auml;sst. Deshalb ist derjenige, der zu Gewalt und Missbrauch schweigt, Mitt&auml;ter und handelt durch Unterlassen. Ein altes Konstrukt &uuml;brigens, &auml;lter als das Recht Ulpians und Gaius&#8217;, n&auml;mlich wenigstens neutestamentarisch.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Colbert Report</title>
		<link>http://blog.gresch.de/2006/08/21/colbert-report/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Aug 2006 04:05:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

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		<description><![CDATA[Phantastisch: http://video.google.com/videoplay?docid=-869183917758574879&#38;q=stephen+colbert http://www.comedycentral.com/motherload/index.jhtml?ml_video=73050]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Phantastisch: <a href="http://video.google.com/videoplay?docid=-869183917758574879&amp;q=stephen+colbert">http://video.google.com/videoplay?docid=-869183917758574879&amp;q=stephen+colbert</a>  <a href="http://www.comedycentral.com/motherload/index.jhtml?ml_video=73050">http://www.comedycentral.com/motherload/index.jhtml?ml_video=73050</a></p>
]]></content:encoded>
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